Was einer nicht schafft, schaffen viele!

In der BZV (Bezirksvereinigung) sind die 9 Volks- und Raiffeisenbanken der Region Ravensburg-Bodensee-Sigmaringen zusammengeschlossen

Über die BZV

Nach dem genossenschaftlichen Grundprinzip: „Was einer nicht schafft, schaffen viele", arbeiten die 9 selbstständigen Volks- und Raiffeisenbanken im Bezirk Ravensburg-Bodensee-Sigmaringen seit Jahrzehnten eng zusammen. Bei der Umsetzung gesetzlicher Vorgaben, bei der überbetrieblichen Weiterbildung, bei der Ausbildung angehender Banker und natürlich auch bei der Wahrung der eigenen Interessen gegenüber Presse und Öffentlichkeit gehen die Banken Hand in Hand.

Die BZV Ravensburg-Bodensee-Sigmaringen ist eine Austauschplattform und ein überbetriebliches, gemeinsames Aktionsbündnis der 9 selbstständigen Volks- und Raiffeisenbanken in der Region zwischen Bad Saulgau im Westen, Friedrichshafen im Süden, Bad Waldsee im Norden und Isny im Osten. In mehreren Gremien – Vorstände, Marketingverantwortliche, Ausbildungsleiter, Digitalisierungsgruppe – werden aktuelle Themen besprochen, prominente Gäste der genossenschaftlichen Gruppe zur Diskussion eingeladen, Inhalte vermittelt und Erfahrungen ausgetauscht. Gemeinsame Kundenveranstaltungen wie der VR-Familientag oder der VR-Weihnachtscircus stehen genauso auf der Tagesordnung wie der Azubi-Starttag oder die Auslobungsfeier für die Auszubildenden.

Was uns antreibt

Auf dieser Homepage finden Sie deshalb kurz zusammengefasst, was uns alle gemeinsam antreibt und beschäftigt. Wenn Sie sich jedoch genauer über eine einzelne Bank in der Region informieren wollen, verweisen wir Sie gerne auf die jeweilige Homepage. Am besten gelangen Sie dorthin, wenn Sie auf unsere INTERAKTIVE KARTE klicken.

Denn: Wir Volks- und Raiffeisenbanken sind als Genossenschaften gemeinsam stark. Wir glauben an die Kraft der Dezentralität und der Subsidiarität. Sprich: Jede Bank kennt die Kunden und Mitglieder, für die sie tätig ist, am besten.

Mit diesen Prinzipien sind wir die vergangenen 150 Jahre gut gefahren.
Und wir werden es im Sinne unserer Kunden und Mitglieder auch in Zukunft tun.

Aktuelles der BVR

Wed, 23 Sep 2020 13:10:34 +0100 -
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Wed, 16 Sep 2020 09:11:44 +0100 - Genossenschaftsbanken steigern 2019 gesellschaftliches Engagement auf 158 Millionen Euro
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15.03.2019

Digitalisierung als Chance für die Region

Ob autonomes Fahren, Smart Home, Robotik oder Bildungspolitik: Die Digitalisierung betrifft fast alle Lebensbereiche. Deshalb hat die Vereinigung der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Bezirk Ravensburg-Bodensee-Sigmaringen jetzt die Auseinandersetzung mit diesem Thema vorangetrieben. Eine Expertenrunde aus Forschung, Industrie und Handwerk beleuchtete im Gespräch mit Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut das Thema „Digitalisierung als Chance für die regionale Wirtschaft“.

KISSLEGG - Bewusst sei für dieses Diskussionsforum ein zukunftsgerichteter Titel mit Betonung der Chancen gewählt worden, erklärte Franz Schmid, Vorstandsvorsitzender der hiesigen Bezirksvereinigung der Volks- und Raiffeisenbanken. Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut sah in den Chancen der Digitalisierung zugleich eine Aufgabe: „Wir müssen die Möglichkeiten optimal nutzen, denn sonst werden wir im internationalen Wettbewerb langfristig nicht erfolgreich sein können“, sagte sie vor rund 100 Geschäftspartnern der Volks- und Raiffeisenbanken im Neuen Schloss Kißlegg. Sie verwies darauf, dass Bund und Länder derzeit Milliardenbeträge für die Digitalisierung geben – für den Ausbau der Infrastruktur ebenso wie für digitale Lehrmittel wie Tablets an Schulen. 

Die Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnete sie „eine Basis-Technologie der Zukunft“. „Wir haben nicht nur die Kompetenz, sondern auch die Anwender in Baden-Württemberg“, sagte Hoffmeister-Kraut. Deutschland sei führend in der KI-Forschung, allerdings gehe dies nicht in marktfähige Produkte über. „Da müssen wir effizienter werden“, forderte sie. Auch in datenbasierten Geschäftsmodellen erkannte sie neue Wege der Wertschöpfung. Kurzum: „Es muss unser Anspruch sein, auf der Basis unseres Wertesystems die digitalen Transformationsprozesse zu gestalten“, forderte sie im Laufe der lebendigen Diskussion, in die sich auch die Zuhörer einbringen konnten. Sie forderten unter anderem mehr Engagement beim Ausbau der Breitband-Infrastruktur. Daran werde mit Hochdruck gearbeitet, betonte Hoffmeister-Kraut. 

Was bringt die Zukunft? Diese Frage richtete Moderator Benjamin Wagener, Ressortleiter Wirtschaft der „Schwäbischen Zeitung“, an Prof. Dr. Wolfgang Ertel vom Institut für Künstliche Intelligenz an der Hochschule Ravensburg-Weingarten. Seine Antwort: Die Revolution im Bereich der Künstlichen Intelligenz heißt „maschinelles Lernen“. Dies werde sich flächendeckend durchsetzen. Die Deep-Learning-Revolution führe beispielsweise zum autonomen Fahren. „Wir werden in ein bis zwei Jahren autonome Roboter-Taxis auf unseren Straßen haben“, prophezeite Ertel. „Vielleicht dauert es auch drei Jahre, aber es wird schnell gehen.“ Deshalb müsse man sich auf neue Geschäftsmodelle einstellen. Ertel sah die Zukunft in diesem Bereich nicht im Verkauf von SUVs, sondern von Mobilitätsdienstleistungen. Der nächste Schritt seien Service-Roboter für den Haushalt.„Sie werden uns aber nicht nur Arbeit abnehmen, sondern auch Ressourcen verbrauchen“, warnte er und forderte angesichts des Klimawandels:„Wir müssen uns über Nachhaltigkeit Gedanken machen.“

„Es gibt so viel zu tun, und es lohnt sich, es zu tun“, sagte Herrmann Müller, Geschäftsführer der Amtszeller Firma FPT Robotik GmbH & Co.KG. Er sieht die Entwicklung nicht so schnell voranschreiten wie sein Vorredner und brachte weitere Facetten in die Diskussion ein. Durch die Digitalisierung würden viele Arbeitsplätze verloren gehen, aber auch neue Berufe entstehen. Maschinen müssten aufgrund der Sensortechnik anders gebaut werden. Beim Umgang mit Daten seien internationale Standards nötig. „Wir müssen klären, in welchem Rechtssystem sich die Daten befinden“, forderte Müller. Auch in der Bildungspolitik muss seiner Ansicht nach angesetzt werden:„Wenn wir nicht lernen, die Lehrer anders auszurüsten, dann werden wir im internationalen Wettbewerb verlieren.“

Kreishandwerksmeister Michael Bucher aus Bad Waldsee berichtete, dass sich die Digitalisierung aufs Handwerk vor allem durch das Thema Smart Home und die Vernetzung der Anlagen auswirkt. Hier seien viele Gewerke von Elektro über Heizung und Sanitär bis zum Rollladenbau einbezogen. Auch in der Produktion setzten Handwerksbetriebe digitale Technik ein. Die Kosten dafür seien aber hoch, da das Handwerk nicht in großen Stückzahlen produziert. Bucher hielt angesichts der Diskussion über weltweite Zusammenhänge ein flammendes Plädoyer für das Handwerk und die Region:„Das Handwerk sorgt für das Dasein hier vor Ort. Wir brauchen gute Leute vor Ort!“ Diesen Gedanken griff Franz Schmid für sein Schlusswort auf: „Bei aller Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Algorithmen – der Sinn des Lebens sind immer noch die sozialen Beziehungen.“ 

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