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20.02.2014 - Volks- und Raiffeisenbanken buhlen um Mittelständler

Genossenschaftsverband sieht noch Potenzial

FRANKFURT (dpa) - Bestärkt durch ein unerwartet gutes Jahr 2013 wollen sich Deutschlands Volks- und Raiffeisenbanken noch intensiver um Mittelständler bemühen. „Man muss noch dichter an den Firmenkunden heran und stärker in die ganzheitliche Beratung: Den Firmenkunden auch als Privatkunden beraten“, sagte der Präsident des Genossenschaftsverbandes, Michael Bockelmann, am Montag in Frankfurt. In diesem Geschäftsfeld sehe er noch Ertragspotenzial. Allerdings habe der Wettbewerb um Kunden wieder zugenommen.

Das vergangene Jahr lief für die Institute insgesamt besser als erwartet: Die Kundeneinlagen der 299 (Vorjahr: 304) Kreditgenossenschaften erhöhten sich binnen Jahresfrist um gut 4,7 Milliarden Euro auf 143,4 Milliarden Euro. Der Löwenanteil davon (rund 81,5 Mrd. Euro) sind Sichteinlagen, also täglich verfügbare Gelder, die Kunden im Falle steigender Zinsen schnell in lukrativere Produkte umschichten könnten. Das Kreditvolumen legte um fast 4,9 Milliarden Euro auf rund 114,1 Milliarden Euro zu.

„2014 wird das Ergebnis in einer ähnlichen Qualität liegen“, prognostizierte Bockelmann. Allerdings seien vor allem kleinere Institute mit der Vielzahl neuer Regeln bisweilen überfordert. „Es besteht die Gefahr, dass die gesetzlichen Anforderungen in der Summe nicht zu mehr Stabilität führen“, mahnte der Verbandspräsident. Eine Fusionswelle erwarte er jedoch nicht: Derzeit zeichneten sich im Verbandsgebiet sechs Zusammenschlüsse ab. Der Genossenschaftsverband erstreckt sich auf alle Bundesländer außer Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.




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