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19.03.2013 - Jahres-PK der BZV Ravensburg-Bodensee-Sigmaringen

Volks- und Raiffeisenbanken im Bezirk Ravensburg-Bodensee-Sigmaringen knacken bei den Mitgliedern die 150.000er-Marke und wachsen 2012 in allen relevanten Bereichen.

Mehr Mitglieder, mehr Volumen – die 15 Volks- und Raiffeisenbanken in den Landkreisen Ravensburg, Bodensee und Sigmaringen – zusammengeschlossen über die Bezirksvereinigung BZV – sind 2012 erneut stark gewachsen und haben dabei auch noch ihre Rentabilität und die Eigenkapitalbasis ausbauen können. Bei der Jahres-Pressekonferenz des BZV-Vorstandes, bei der die kumulierte Jahresbilanz aller blau-orangen Banken in der Region zwischen Donau, Bodensee und Allgäu vorgelegt wurde, machte der Vorstandsvorsitzende Josef Hodrus vor allem die robuste mittelständische Struktur, die Investitionsfreude der hier ansässigen Unternehmen und die bodenständige Geschäftspolitik der Banken für das erneut starke Jahr verantwortlich. "Wenn es den regionalen Banken gut geht, ist das immer auch ein Zeichen dafür, dass die Wirtschaft läuft", sagte Hodrus. Denn im Gegensatz zu international tätigen Investmentbanken lebten Volks- und Raiffeisenbanken davon, das Geld ihrer Kunden anzunehmen und es an die Kreditnehmer in der Region – vorwiegend Häuslebauer, Handel- und Gewerbetreibende sowie mittelständische Unternehmen – weiterzuleiten. Will heißen: Jeder Euro mehr Volumen bei den Banken bedeutet mehr Wirtschaftskraft in der Region. "Wir brauchen keine Hebelprodukte, keinen Optionshandel und keine griechischen Staatsanleihen, um Geld zu verdienen", so Hodrus. "Für uns sind die Bedürfnisse unserer Kunden vollkommen ausreichend, um im Markt zu bestehen." Niemals zuvor sei das bodenständige Geschäftsmodell der VR-Bankengruppe so aktuell gewesen wie heute. "Und das, obwohl all unsere Banken zwischen 100 und 150 Jahren alt sind."

Anwuchs besonders bei den Krediten
Die Mitgliederzahl – Genossenschaften sind Eigentum der Mitglieder, in deren Auftrag der Vorstand die Geschäfte der Bank betreibt – ist auf über 150.000 gestiegen, die Kundenzahl blieb mit mehr als 290.000 konstant. Das Gesamtkundenvolumen aus Einlagen und Krediten legte 2012 um 3,98 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro zu. Besonders stark wuchsen die Kredite an: Hinter dem Plus von 4,9 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro verstecken sich mehr als 5.000 einzelne Wohnbaukredite und über 2.900 Kreditverträge im gewerblichen Bereich.

Vertrauensbeweis seitens der Kunden sorgt für mehr Einlagen, die in der Region für Inverstitionen genutz werden
Kein Wunder, dass bei diesem Arbeitsanfall bei den Genossen im Gegensatz zu anderen Bankengruppen nicht an einen Stellenabbau zu denken ist – im Gegenteil: Die Zahl der Mitarbeiter stieg sogar erneut an. Inzwischen bieten die 15 Volks- und Raiffeisenbanken 1.116 Vollzeitstellen. Einen großen Teil dieser Arbeitsplätze teilen sich mehrere Mitarbeiter, die auf diese Weise ihr Arbeitsleben familienfreundlich gestalten können. Die Ausbildungsquote liegt seit Jahren konstant bei über zwölf Prozent. "Wir investieren in unseren eigenen Nachwuchs", sagte Hodrus. "135 junge Menschen lernen aktuell in unseren Häusern das Handwerkszeug zum sorgfältigen Wirtschaften. Ob sie das dann bei uns einsetzen oder woanders, ist ihre Entscheidung. Bei uns haben sie in jedem Fall eine gute Perspektive."

Eigenkapitalbasis der VR-Banken liegt weit über den gesetzlichen Normen
Auf der Ertragsseite kommt den Volks- und Raiffeisenbanken derzeit vieles zugute, was schon morgen anders sein könnte. Die Zinssituation ist immer noch günstig, selbiges gilt für die kaum vorhandenen Abschreibungen im Kreditgeschäft. Deshalb, so Hodrus, müsse jede Bank die stabile Ertragssituation nutzen, um für die Zukunft gewappnet zu sein. Gemäß den kumulierten Bilanzzahlen ist das auch der Fall: Die gesamten Kapitalreserven stockten die VR-Banken in der Region um 9,05 Prozent auf 592 Millionen Euro auf – die Eigenkapitalquote aller Institute liegt nun weit über den wohl erst 2013 in Kraft tretenden Regelungen nach Basel III. Dass die Region von starken regionalen Banken profitiert, liegt laut Josef Hodrus aber nicht nur an deren Wirtschafts- und Steuerkraft oder an der Kreditvergabe. "Unsere Förderbilanz geht noch viel weiter. Jede Bank für sich unterstützt Vereine, fördert soziales Engagement und schüttet darüber hinaus einen Teil der Erträge an die Mitglieder aus." So erwarten allein für das Geschäftsjahr 2012 die Mitglieder Dividenden in einer Höhe von 4,4 Millionen Euro.

Keine großen Sorgen um das Bankenjahr 2013
Was die laufenden Geschäfte anbelangt, gibt es laut Hodrus keine großen Veränderungen. "Die Wirtschaft in der Region lässt sich von der allgemein vorherrschenden Euro-Skepsis nicht beirren. Die Unternehmen gehen ihren Weg, profitieren in zunehmendem Maße von der Globalisierung und haben den Hebel weiterhin auf Wachstum gestellt." Insofern mache er sich auch um das Bankenjahr 2013 keine großen Sorgen. "Wir sehen die Wolken am Horizont. Aber wir sehen auch, dass es nicht regnet."




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