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14.03.2013 - V+R-Banken stärken Mittelstand

RAVENSBURG (sue) - Josef Hodrus, Vorstandsvorsitzender der Bezirksvereinigung der Volks- und Raiffeisenbanken Ravensburg-Bodensee-Sigmaringen, tippt auf ein Diagramm mit zwei Kurven. Einer blauen und einer orangefarbenen Kurve, die sich entlang der Zeitachse des Diagramms gemeinsam auf- und abschlängeln. Sie zeigen die Entwicklung des Kreditvergabevolumens der V+R-Banken einerseits und der übrigen Banken andererseits in den vergangenen Jahren. Bei "Dezember 2008" trennen sich die Kurven. Während die orangefarbene nach unten abbiegt, verläuft die blaue nach oben. "Das sind wir", sagt Hodrus auf der Bilanz-PK der V+R-Banken-Bezirksvereinigung gestern in Ravensburg. Die untere, orangefarbene Kurve sind die übrigen Banken. "Die Großbanken haben sich Ende 2008, zu Beginn der Finanzkrise, aus dem Kreditvergabegeschäft verabschiedet", erläutert Hodrus die Bedeutung. Die Genossenschaftsbanken hätten unterdessen "dem Mittelstand auch in der Krise den Rücken gestärkt."

Die Gesamtkreditvergabe der 15 V+R-Banken im Bezirk kletterte 2012 um 15,6 Prozent auf 965 Millionen Euro – davon Neukreditzusagen in Höhe von 192 Millionen Euro. Der Großteil davon ging mit 487 Millionen Euro (plus 11 Prozent) in die gewerbliche Finanzierung sowie mit 453 Millionen Euro (plus 19 Prozent) in die Wohnbaufinanzierung der Region. 

Wichtig für die Kreditvergabe sei auch das Eigenkapital der Banken, so Hodrus weiter. Insgesamt stieg dieses 2012 um gut neun Prozent auf 592 Millionen Euro und erfüllt damit schon heute die Basel-III-Anforderungen. Hodrus betont, dass auch der Garantiefondsbeitrag der V+R-Banken die Einlagen ihrer Kunden zu 100 Prozent absichert. Dieser Topf solle jedoch nicht über die geplante EU-Bankenunion von anderen Banken angezapft werden: "Die EU möchte uns diesen Topf wegnehmen", warnt Hodrus.

Doch trotz Eurokrise und verschärfter Regulierungen, bleibt Hodrus für die V+R-Banken 2013 zuversichtlich: "Die Ampel steht nicht mehr auf Rot, sondern auf Gelb."




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