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24.02.2011 - Banker gehen auf die Barrikaden

Drei schwäbischen Chefs schwillt der Kamm: "Regulierung bedroht unser Geschäftsmodell"

Haben die Volks- und Raiffeisenbanken die Finanzkrise verschuldet? Nein. Mussten sie vom Statt gestützt werden? Nein. Doch die geplante Regulierung trifft sie im Kern. Drei Banker lassen Dampf ab.

Helmut Schneider - Ulm. Fritz Lehmann ist ein zurückhaltender Mann. Lange hört er sich an, wie seine beiden Kollegen Argumente gegen die geplante EU-Bankenregulierung formulieren. Dann erzählt Lehmann, fast schon ein bisschen erregt, wie er als Vorstandschef der kleinen Raiffeisen- und Genossenschaftsbank Ehingen-Hochsträß bei einer Tagung die Vertreter der Großfinanz erlebt hat. "Für die haben wir doch gar keine Rolle gespielt", sagt Lehmann, "die haben uns gar nicht beachtet."

Der gebremste Gefühlsausbruch des Genossenschaftsbankers Lehmann steht für eine neue Gemengelage. Die kleinen Publikumsbanken gehen auf die Barrikaden. Sie fühlen sich von der groß angelegten Regulierung nicht nur bestraft für etwas, an dem sie keine Schuld hatten. Sie sehen sich gar in ihrer Geschäftsgrundlage bedroht – von Brüssel, das weit weg ist und sie gar nicht wahrnehmen will.


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