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16.03.2011 - Erfolg: VR-Bank wird zur „Sonnenbank“

Volksbanken finanzieren immer öfter Sonnenstrom – und werben verstärkt um Azubis – Von Andreas Jalsovec

LEUTKIRCH - Eigentlich sind die Volks- und Raiffeisenbanken bekennende bodenständige Unternehmen. Die VR-Banken in den Landkreisen Ravensburg, Bodensee und Sigmaringen fühlen sich mittlerweile aber auch auf den Dächern Oberschwabens ziemlich wohl. Denn dort lässt sich was verdienen: Im Jahr 2010 finanzierten die 15 VR-Banken aus diesen Landkreisen Investitionen in erneuerbare Energien von gut 254 Millionen Euro – ein Plus von 46 Prozent. Der Löwenanteil floss in Fotovoltaikanlagen – also in die Stromerzeugung mithilfe von Sonnenenergie. „Wir sind schon zu einer Energiebank geworden“, sagt Josef Hodrus, der der Bezirksvereinigung (BZV) der 15 VR-Banken in den drei Landkreisen vorsteht. Man könnte auch sagen zur „Sonnenbank“: Mit den Neuinvestitionen ist eine Fläche von fast 200 000 Quadratmetern an Sonnen-Modulen auf oberschwäbischen Dächern neu entstanden. Das deckt den jährlichen Strombedarf von 6400 Familien. Doch nicht nur deshalb hat Hodrus Grund zum Strahlen. Die VRBanken hatten 2010 „eines der stärksten Jahre ihrer Geschichte hinter sich“, betont er. Zusammen verdienten die 15 Institute 65 Millionen Euro. Das ist ein Gewinnsprung von zehn Prozent. Vor allem im Kreditgeschäft lief es gut (siehe Kasten). Auch die Mitarbeiterzahl konnten die VR-Banken steigern – auf 1100 Vollzeitstellen. „Darunter sind 142 Auszubildende“, berichtet BZV-Vorstand Helmut Widmann. Allerdings wünschen sich die Geldhäuser noch mehr Azubis. Das Image der Banken habe in der Finanzkrise auch bei jungen Menschen deutlich gelitten, klagt Josef Hodrus: „Es ist zum Teil schlechter als das des Rotlichtmilieus.“ Die Banken wollen deshalb nun verstärkt um Azubis werben. „Unter anderem mit Projekt- und Schnuppertagen für Schüler“, so BZV-Vorstand Anton Sproll. Motto dabei: „Banking zum Anfassen“.


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