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23.03.2016 - VR-Banken spüren Niedrigzinsumfeld

Ergebnis der BZV Ravensburg-Bodensee-Sigmaringen sinkt 2015 um zehn Prozent – Kreditgeschäft legt zu

BAD WALDSEE (ank) - Das Niedrigzinsumfeld hat bei den 14 Volks- und Raiffeisenbanken der Bezirksvereinigung (BZV) Ravensburg-Bodensee-Sigmaringen im vergangenen Jahr deutliche Bremsspuren beim Ergebnis hinterlassen. Wie Franz Schmid, Vorstandsvorsitzender der BZV, am Mittwoch in Bad Waldsee mitteilte, sei das Betriebsergebnis 2015 um rund zehn Prozent auf 65 Millionen Euro gesunken. Als Gründe nannte Schmid Rückgänge in der wichtigsten Ertragssäule, dem Zinsgeschäft, sowie höhere Personal- und IT-Kosten.

Doch die BZV präsentierte auch erfreuliche Zahlen: So stieg die Bilanzsumme, getrieben durch ein robustes Kredit- und Einlagengeschäft, um 4,5 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Das Kreditvolumen legte um 6,1 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro zu, die Kundeneinlagen um 4,5 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. Besonders hoch war die Kreditnachfrage in den Bereichen gewerbliche Finanzierungen und Wohnbaufinanzierungen – das Neugeschäft dort legte jeweils um zehn Prozent zu.

Für die kommenden Jahre warnte Schmid vor weiteren Rückgängen im Ergebnis. „Angesichts der widrigen geldpolitischen und regulatorischen Rahmenbedingungen wird es nicht möglich sein, das heutige Ertragsniveau zu halten“, sagte Schmid. Preiserhöhungen, etwa bei Kontoführungsgebühren, erteilte der BZV-Chef allerdings eine Absage. „Ich sehe dafür aktuell keinen Raum.“ Auch bei den zurzeit 129 Filialen werde es „keinen Kahlschlag“ geben. Das veränderte Kundenverhalten und der Kostendruck bringe jedoch Anpassungen mit sich. Insbesondere Kleinststandorte stünden auf dem Prüfstand

BZV Ravensburg-Bodensee-Sigmaringen
Kundeneinlagen: 7,2 Mrd. Euro
Kundenkredite: 4,8 Mrd. Euro
Bilanzsumme: 5,9 Mrd. Euro
Betriebsergebnis: 65 Mio. Euro
Eigenkapitalquote: 11 Prozent
Mitarbeiter: 1109
Geschäftsstellen: 129




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