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13.03.2014 - Kreditsumme für erneuerbare Energien schrumpft sehr deutlich

14 regionale Genossenschaftsbanken bilanzieren das Jahr 2013

Isny (dim) Die wiederholt gekürzten Vergütungen für Strom aus erneuerbaren Energien machen sich negativ in den Büchern der Volks- und Raiffeisenbanken der Region bemerkbar. Nach Angaben der Bezirksvereinigung der Volks- und Raiffeisenbanken (BZV) in der Region Ravensburg-Bodensee-Sigmaringen, in der 14 Genossenschaftsbanken vertreten sind, ging die Nachfrage nach Krediten für solche Stromanlagen im vergangenen Jahr um 46 Prozent zurück. Hintergrund sei das faktische Erliegen der Investitionen zum Beispiel in der Fotovoltaik-Branche, wie es während einer Pressekonferenz der Vereinigung in Isny hieß.

Trotz dieser massiven Einbrüche wuchs der Kreditbestand der BZV-Banken im vergangenen Jahr insgesamt um 4,9 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. ,,Insbesondere der Wohnbau hat enorm angezogen", sagte Josef Hodrus, Vorstandsvorsitzender der Bezirksvereinigung. Dafür stiegen die Neuausleihungen im Vergleich zum Vorjahr um 8,9 Prozent auf 382 Millionen Euro an.

Das Kreditvolumen, das Gewerbetreibende in 2013 neu in Anspruch nahmen blieb fast unverändert bei 342 Millionen Euro. Das sei keineswegs als Zeichen zurückhaltender Firmenchefs zu werten. ,,Die Unternehmen haben eine hervorragende Liquiditätslage und rufen ihre Kontokorrentlinien kaum ab. Auf der anderen Seite investieren sie eine Menge Geld in neue Maschinen, Kapazitäten und Innovationen. Nur deshalb ist der Stand an Ausleihungen bei den Banken überhaupt konstant geblieben. Die Firmen in unserer Region haben ihre Lektion gelernt. Sie achten auf eine gute Liquiditätslage, verdienen gut und legen finanzielle Polster an. Um die Konjunktur und die Arbeitsplätze mache ich mir zurzeit am wenigsten Sorgen", sagte Hodrus. Deutlich kritisierte er die Europäische Zentralbank für deren Politik der niedrigen Zinsen. Für die deutschen Sparer komme dies unterm Strich einer Enteignung gleich.

Die mehr als 153000 Mitglieder der Genossenschaftsbanken (plus 2965 im Vergleich zum Vorjahr) können sich über eine Dividende von insgesamt 4,5 Millionen Euro freuen.




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