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26.03.2014 - Europa-Abgeordnete Jeggle lobt Regionalbanken

Bei einem Besuch in Brüssel treffen Bankvorstände auf eine gut informierte Europaabgeordnete

Straßburg - 22 Vorstände der Genossenschaftsbanken in den Landkreisen Ravensburg, Bodensee und Sigmaringen sind auf Initiative der Bezirksvereinigung (BZV) zur noch amtierenden Europaparlamentsabgeordneten Elisabeth Jeggle gereist. Mit im Gepäck: Fragen über Mitbestimmung und Demokratieverständnis, Bankenregulierung und ihre Haltung zum Wegfall der Drei-Prozent-Hürde.

„Ich bin froh, dass wir hier über die Fraktionen hinweg nachdenken“, sagte Jeggle mit Verweis auf den Bundestag, wo der Fraktionszwang viel stärker sei als in Brüssel und Straßburg, wo das Europaparlament abwechselnd tagt. „Die wichtigen Entscheidungen werden heute im europäischen Kontext getroffen“, sagte Jeggle, umso unverständlicher sei es, dass in der Öffentlichkeit die Entscheidungen nur immer am Rande wahrgenommen würden. Angst um die Demokratie hat die Abgeordnete wegen des Wegfalls der Drei-Prozent-Hürde zur Europawahl zwar nicht, die Tatsache, dass auch die AFD und die Tierschutzpartei Plätze bekommen würden „macht die Mehrheitenbeschaffung aber künftig nicht gerade einfacher“. Während Jeggle die Kleinteiligkeit im Parlament als schwierig erachtet, lobt sie sie umso mehr im deutschen Bankenmarkt. Die Aufteilung in Sparkassen, private und genossenschaftliche Banken sei ein Alleinstellungsmerkmal in Europa, „das uns geholfen hat, gut durch die Krise in Europa zu kommen“, sagte Jeggle. An der Basis werde gute Arbeit geleistet, das betone sie auch in Brüssel bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Im Gegenzug wünsche sie sich von den Menschen mehr Aufmerksamkeit für das, was in Brüssel und Straßburg läuft. Am Ende des Besuchs waren sich die Vorstände sowie die mitgereisten Begleiterinnen und Begleiter darüber einig, dass es wichtig ist, die europäische Gesetzgebung zu verstehen und sich früher auf Entscheidungen einzustellen. Zudem zeigten sie sich allesamt überrascht, wie gut sich die CDU-Abgeordnete und Landwirtschaftsexpertin in den aktuellen Bankfragen auskennt. Als oberstes Ziel definierten sowohl die Delegationsteilnehmer wie auch Elisabeth Jeggle den Frieden in Europa, für den es zurzeit mehr denn je zu kämpfen lohnt. Bei der Danksagung zitierte BZV-Vorsitzender Josef Hodrus denn auch einen seiner Mentoren mit den Worten: „Mit dem Frieden ist es wie mit der Gesundheit. Erst wenn man ihn verloren hat, schätz man ihn.


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